Am Institut für Pflanzenbauwissenschaften der Humboldt-Universität Berlin wurden im Rahmen einer Projektarbeit "Theoretische Untersuchungen über die Auswirkung des Energiepflanzenanbaus auf die Versorgung der Böden mit organsicher Substanz" durchgeführt. Grundlage der rechnerischen Ableitungen waren definierte Fruchtfolgen typischer landwirtschaftlicher Betriebe (Marktfruchtbetrieb, Milchviehbetrieb und Schweinemastbetrieb). Weiterhin wurden konkrete Annahmen zu Anbaubedingungen, Erträgen und Düngeempfehlungen der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt sowie das Rechenmodell zur Feststellung der Humusreproduktion landbaulicher Fruchtfolgen gemäß dem VDLUFA-Standpunkt Humusbilanzierung zu Grunde gelegt.
Die bestehenden Fruchtfolgen wurden auf "Energiefruchtfolgen" zur Biogaserzeugung umgestellt und die Änderungen bezüglich der Humus- und Nährstoffversorgung vor und nach der Umstellung miteinander verglichen. Als Konsequenz der Modellrechnungen ist festzuhalten, dass bei "Energiefruchtfolgen" zur Biogaserzeugung die Wahrscheinlichkeit negativer Humussalden gegenüber den Ausgangsfruchtfolgen zwar zunimmt, die Humusbilanz bei Ansatz der ?unteren Werte? aber noch ausgeglichen bleibt. Um den Bedarf an organischer Substanz zu decken, wäre die Verwendung des gesamten Gärrestesaufkommens erforderlich. Bei Ansatz der "oberen Werte" sind die Betriebe bei Beibehaltung der betrachteten "Energiefruchtfolgen" bereits auf die Zufuhr externer organischer Dünger angewiesen
- Dateien:
Schade_2008_Humussalden_Biogas.pdf
