In dem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) 2006 geförderten Projekt untersuchten Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin die Eigenschaften von Gärrückständen, die aus der Mono- und Kofermentation von Energiepflanzen stammen. Sowohl im Labor als auch in Freilandversuchen wurden verschiedene Gärrückstände auf ihre stofflichen Eigenschaften und im Hinblick auf ihre Wirkung auf Böden und Pflanzen getestet.
Durch Messung der Bodenatmung im Feld konnte gezeigt werden, dass die mikrobielle Aktivität des Bodens durch die Gärrückstanddüngung für ca. 9 bis 10 Wochen erhöht ist. Eine stark erhöhte Bodenatmung in den ersten zwei Tagen nach der Ausbringung zeigt, dass die leicht umsetzbare organische Substanz im Gärrückstand rasch durch die Mikroorganismen abgebaut wird.
Die Freilandversuche zeigten, dass die Gärrückstände bei Weizen und Mais Düngeeffekte erreichen, die denen von mineralischen Stickstoffdüngern nahe kommen. Die gute Ertragswirkung ist u.a. darin begründet, dass die Nährstoffe in löslicher und damit pflanzenverfügbarer Form vorliegen.
Download des vollständigen Abschlussberichtes mit dem Förderkennzeichen 22012105 von der Internetseite der Förderagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)
