Mittwoch, den 18 März 2009
Klimaschutz durch Biomasse
Autor/Organisation:
Sachverständigenrat für Umweltfragen
 
Herausgeber:
Erich Schmidt Verlag
 
Erscheinungsjahr:
2007
 
Publikationstyp:
Bericht
 

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) empfiehlt in seinem Sondergutachten "Klimaschutz durch Biomasse" der Bundesregierung, die staatliche Förderung für den Bioenergiesektor stärker auf ihre Klimaschutzziele auszurichten. Die Biomasse spielt dabei eine wichtige Rolle, aber sie ist keine unerschöpfliche Ressource. So können bis 2030 nur etwa 10% des Primärenergieverbrauchs in Deutschland durch hier angebaute Biomasse abgedeckt werden, wenn dabei Umwelt- und Naturschutzgesichtspunkte angemessen berücksichtigt werden. Generell begrüßt der SRU die verstärkte Förderung der Biomasseenergie durch die Bundesregierung und die Europäische Kommission, da sie ein großes Potenzial zur Vermeidung von Emissionen klimarelevanter Gase in sich birgt. So leistet diese Energieform einen Beitrag zur Schonung der zunehmend knapper werdenden fossilen Energieträger. Darüber hinaus wird bei der energetischen Nutzung nur das Kohlendioxid freigesetzt, was während des Pflanzenwachstums gebunden wurde. Grundvoraussetzung für die Vermeidung von Treibhausgasemissionen ist jedoch, dass die nachwachsenden Rohstoffe umweltverträglich und klimaschutzorientiert angebaut werden. Belastbare Ökobilanzen sind heranzuziehen, um den tatsächlichen Beitrag des Verwendungspfades der Biomasse zum Klimaschutz abschließend zu beurteilen.  

Download des Sondergutachtens von der Internetseite des Sachverständigenrates für Umweltfragen:Kurzfassung, 130 KB, pdf)

 
Schlüsselwörter:
Humusbilanz, Rohstoff, Primärenergie, Kohlendioxid